Endlagerung

Weltweit suchen Politik und Nuklearwirtschaft derzeit nach geologischen Formationen, in denen Atommüll tief unter der Erde für extrem lange Zeiträume sicher gelagert werden kann. Noch ist weltweit kein einziges Endlager in Betrieb. Einige befinden sich aber in Bau, Planung oder Erkundung.

Die radiologischen Belastungen künftiger Gesellschaften durch Endlager können nur grob abgeschätzt werden; die psychologischen hingegen praktisch gar nicht, weshalb sie in offiziellen Studien nicht mit eingehen. Mögliche Bergbau- oder Siedlungstätigkeiten unserer Nachkommen, die die Sicherheit von Endlagern unterminieren, lassen sich ebenfalls nicht vorhersehen, weshalb sich Sicherheitsstudien auf die geologische Eignung beschränken.

Auch ist unklar, wie wir fernen Generationen mitteilen wollen, wo sich Endlager befinden und welche Gefahren von ihnen ausgehen. In den vergangenen Jahrzehnten wurden zudem Milliarden in die Suche nach möglichen Endlagerstätten investiert, während begleitende Forschungen nach alternativen Entsorgungskonzepten oder nach ethischen Konflikten mehr oder weniger ausgeblendet wurden. Eine Ausnahme ist die Transmutation, die aber erst seit einigen Jahren intensiver erforscht wird, da die notwendigen Technologien vorher nicht verfügbar waren.

Viele gesellschaftliche Akteure auf dem Gebiet verfolgen unterschiedliche Interesse, während ein interdisziplinärer und bürgernaher Dialog kaum stattfindet und auch von staatlichen Medien nicht befördert wird. Insgesamt lässt sich sagen, dass noch viele offene und vielleicht sogar unbeantwortbare Fragen bestehen, die von entscheidender Wichtigkeit sind und weiterer Klärung bedürfen. Es bleibt unverständlich, warum Politik und Forschungsorganisationen große Summen an Steuergeldern ausgeben, ohne etliche der schwierigen offenen Fragen anzugehen.

Schon das Wort „Endlagerung“ will implizieren, dass wir endgültige Lösungen für das Problem der Atommülllagerung schaffen können. Wir können aber nicht für Jahrhunderttausende in die Zukunft sehen, ob unsere Nachfahren dies nicht vielleicht ganz anders einschätzen werden als wir. Deutlich werden diese Probleme, wenn man die folgenden Unterpunkte miteinander vergleicht:

Das Konzept der Endlagerung

Offene Fragen und der Faktor Mensch

Ethische Probleme

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